Einfach gesunde Ernährung

Wer fit und leistungsfähig werden möchte, kommt um das Thema gesunde Ernährung nicht herum. Ich war bisher nie wirklich weit weg von meinem Idealgewicht, hatte aber trotzdem nie das Gefühl, so richtig gut in Form zu sein.

Das Gewicht habe ich eher gehalten, indem ich tagsüber auf die Kalorien geachtet habe, um mir dann abends auch mal ein Bier oder eine Tüte Chips zu gönnen. Die Waage ist mit dieser Strategie gut in den Griff zu kriegen.

Aber der Blick in den Spiegel zeigt einem trotzdem, dass da irgendwie noch Verbesserungspotenzial ist.

Und aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist eine solche Ernährung totaler Unsinn. Lieber ein paar gute Nährwerte über den Tag einsparen, um sie dann abends mit Fett, Zucker und Alkohol wieder reinzuholen? Das kann den Körper ja gar nicht fit halten.

Die Wahrheit gesunder Ernährung, die mir aber erst nach und nach klar geworden ist: Gesunde Ernährung hat überhaupt nichts mit Verzicht oder Hunger zu tun.

Es geht nicht darum, weniger zu essen. Es geht darum mehr vom Richtigen zu essen.

Und davon kann man dann wirklich so viel essen, bis man nicht mehr kann. Gerade, wenn man Muskeln aufbauen möchte, ist zu wenig Essen sogar kontraproduktiv. Der Körper kann keine Muskeln aufbauen, wenn er sich im Kaloriendefizit befindet. Aber genau diesen Muskelaufbau streben die meisten ja an.

Und das Absurde ist letztendlich: Seit ich angefangen habe Sport zu machen und meine Ernährung umzustellen, habe ich nicht abgenommen. Eher im Gegenteil. Und trotzdem passt jedes einzelne Kleidungsstück besser und der Blick in den Spiegel ist auch nicht mehr ganz so kritisch.

Ich wurde durch meine neu entwickelte Glutenunverträglichkeit dazu gezwungen, mich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen und habe in dieser Zeit schon wahnsinnig viel gelernt, woran ich euch teilhaben lassen möchte. Als erstes vorab: Alle Rezepte hier sind glutenfrei, aber sie sind nicht explizit nur an Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit gerichtet, denn es gibt auch andere Gründe, mal auf Weizen zu verzichten.

Wenn man kein Gluten mehr verträgt, wird einem erstmal bewusst, in wie vielen unserer Lebensmittel eigentlich Weizen drinsteckt. Wenn das so ist, sollte man ja eigentlich meinen, dass Weizen ein sehr wertvolles Lebensmittel für uns ist.

Schaut man aber genau hin, stellt man fest, dass gerade das am häufigsten verwendete Weizenmehl 405 relativ wenige Ballaststoffe, Vitamine und Nährstoffe hat. Und selbst wenn es ein megagesundes Superfood wäre, würde einem jeder Ernährungswissenschaftler sagen, dass man auch von solchen Lebensmitteln nicht zu viel essen sollte.

Aber genau das tun wir, wenn Weizen in fast jedem Brot, Müsli, Nudeln, Saucen, Bier, Kartoffelchips, Gnocchi etc. drin ist. Das war auch der Grund, warum ich mir eine Ernährung ohne Weizen am Anfang überhaupt nicht vorstellen konnte. Dabei gibt es so viele einfache und gesunde Alternativen zu Weizen und die sind in vielen Fällen so lecker, dass ich überhaupt kein schlechtes Gewissen habe, sie Leuten ohne Glutenunverträglichkeit zu empfehlen.

Es finden sich hier also ganz viele Rezepte mit roten Linsen, Haferflocken/-mehl, Kichererbsen/-mehl, Buchweizenmehl, Maismehl, Flohsamenschalen und noch vielem mehr. Alle Rezepte haben gemein, dass sie reich an Nährstoffen und für eine abwechslungsreichere Ernährung geeignet sind. Außerdem sind sie normalerweise nicht sehr aufwendig, weil ich nicht stundenlang in der Küche stehen möchte und vorher auch keine 105 Zutaten nach Hause trage.

Ich achte für den Muskelaufbau insbesondere auf die Proteinwerte, aber das meiste ist ohne weiteres für die ganze Familie geeignet. Mein Sohn isst zum Beispiel sehr gerne unser „Papa-Brot“ oder meine Brötchen aus roten Linsen. Und ich halte das mit dem Protein auch in einem vernünftigen Rahmen, hier werdet ihr keine Artikel finden, wie „Zum Frühstück erstmal 6 Eier und abends dann ein ganzes Hühnchen“.

Zusätzlich zu den Rezepten gebe ich hier noch ein paar Tipps zu Küchengeräten, die einem das Leben leichter machen und Zeit sparen, wenn man schon viel Zeit in seine Ernährung investiert.

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